GRATISHuman AI Label in wenigen Minuten kostenlos erstellen und Siegel einbinden
Presseinformation · Stand 31. Juli 2026

Press & News

Aktuelles, Presseinformationen und Entwicklungen rund um Human AI Transparent, Human AI Transparency und Human AI Label. Hier finden Sie Hintergründe zur verständlichen KI-Kennzeichnung, zur öffentlichen Transparenzdokumentation und zum gemeinsamen Projektverbund.

Eigenständige freiwillige Selbstauskunft · kein amtliches EU-Kennzeichen · keine automatische Prüfung oder Rechtsberatung

Human AI Label, Schneckenmotiv aus Kalabrien
Die aktuelle Nachricht

Die EU regelt Transparenz. Die tägliche Zusammenarbeit von Mensch und KI bleibt erklärungsbedürftig.

Die Europäische Kommission veröffentlichte am 20. Juli 2026 ihre endgültigen Leitlinien zu Artikel 50. Die Pflichten gelten ab dem 2. August 2026 für die vom Artikel erfassten Systeme und Inhalte. Parallel veröffentlichte die EU einen Verhaltenskodex und optionale Symbole für bestimmte Kennzeichnungen. Das Human AI Label beansprucht nicht, diese Instrumente zu ersetzen. Es macht stattdessen freiwillig sichtbar, welche Rolle der Mensch bei Idee, Recherche, Inhalt und Bearbeitung gespielt hat.

Fakten für die Berichterstattung

Artikel 50 in Zahlen

Wer über die neuen Transparenzpflichten berichtet, findet hier die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick.

2. August 2026Stichtag für neue KI-Systeme und neu veröffentlichte Inhalte
2. Dezember 2026Übergangsfrist für bereits bestehende KI-Systeme
bis 15 Mio. € oder 3 %möglicher Bußgeldrahmen bei Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht
Deepfakes betroffentäuschend echte KI-Bilder, -Videos und -Audioinhalte müssen erkennbar markiert werden
Redaktionelle KontrolleInhalte mit echter menschlicher Prüfung sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen
Freiwillig, nicht amtlichdas Human AI Label ersetzt keine gesetzliche Prüfung, sondern ergänzt sie
Das Problem

„Mit KI erstellt“ ist oft richtig und trotzdem wenig aussagekräftig

Zwischen einer Rechtschreibkorrektur und einem vollständig generierten Text liegen Welten. Ein binärer Hinweis verrät nicht, ob der Mensch die Idee entwickelte, Quellen prüfte, Argumente schrieb, nur den Stil glätten ließ oder einen KI-Entwurf nahezu unverändert veröffentlichte.

Human AI Transparent will diese Grauzone verständlich machen. Der Mensch verschwindet nicht hinter dem Werkzeug, und die KI wird nicht heimlich zur Autorin erklärt.

Idee

Wer bestimmte Thema, Ziel und Kerngedanken?

Wissen & Recherche

Wer suchte, wählte und überprüfte Informationen?

Inhalt

Wer entwickelte Aufbau, Aussagen und Schlussfolgerungen?

Sprache & Bearbeitung

Wer formulierte, übersetzte, kürzte oder redigierte?

Der Ansatz

Human AI Label

Das sichtbare Siegel führt zu einer öffentlichen Transparenzseite. Dort beschreibt der Ersteller die Zusammenarbeit von Mensch und KI differenziert und übernimmt Verantwortung für die Angaben. Anders als die EU-Symbole beschreibt es nicht nur das Ergebnis, sondern den Entstehungsweg.

  • kostenloser Generator
  • acht Sprachversionen
  • einbindbares, verlinktes Siegel
  • öffentliche Detailerklärung
  • Praxisbeispiele aus realen Veröffentlichungen

Zum Human AI Label

Die Abgrenzung

Was das Label nicht behauptet

  • kein offizielles EU-Symbol
  • keine amtliche oder externe Prüfung der Angaben
  • kein pauschaler Nachweis der AI-Act-Konformität
  • keine Rechtsberatung

Diese Nüchternheit ist kein Mangel. Transparenz beginnt gewöhnlich dort, wo Marketing aufhört, sich selbst Orden anzustecken.

Einordnung

EU-Symbole, maschinenlesbare Kennzeichnung und wo das Label ansetzt

Für die Endnutzer-Kennzeichnung hat die Europäische Kommission eigene Symbole vorgeschlagen: „AI“ als allgemeiner Hinweis, „AI generated“ für vollständig KI-erzeugte Inhalte und „AI modified“ für teilweise bearbeitete Medien. Diese Symbole beantworten zuverlässig die Frage, ob KI beteiligt war – nicht, wie die Zusammenarbeit tatsächlich verlief. Genau hier setzt das Human AI Label an: Es ergänzt die binäre EU-Kennzeichnung um eine differenzierte Angabe zu Idee, Recherche, Inhalt und Sprache.

Für automatisierte Systeme verlangt Artikel 50 zusätzlich eine maschinenlesbare Kennzeichnung, damit Plattformen und Erkennungswerkzeuge synthetische Inhalte technisch zuverlässig identifizieren können. Branchenverbände wie CEPIC empfehlen dafür etablierte Standards wie C2PA Content Credentials oder IPTC-Metadaten. Das Human AI Label ist heute eine für Menschen lesbare Selbstauskunft; eine maschinenlesbare Erweiterung nach diesen Standards ist als möglicher nächster Schritt denkbar, aber noch nicht Teil des aktuellen Generators.

Der begleitende Verhaltenskodex für KI-generierte Inhalte wurde von unabhängigen Experten in einem von der KI-Behörde unterstützten Multi-Stakeholder-Verfahren erarbeitet. Seine Anwendung ist freiwillig; die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten aus Artikel 50 bleiben davon unberührt und gelten unabhängig davon, ob ein Anbieter den Kodex unterzeichnet.

„AI“ / „AI generated“ / „AI modified“EU-Symbole für Endnutzer, regeln nur das Ob, nicht das Wie
Maschinenlesbare KennzeichnungPflicht für automatisierte Systeme nach Artikel 50
C2PA · IPTC-Metadatenvon CEPIC empfohlene technische Standards für synthetische Inhalte
Leitsatz des Projekts

„Nicht die Nutzung von KI zerstört Vertrauen. Heimlichkeit, erfundene Quellen und fehlende Verantwortung tun es.“

Das Label richtet sich an Autoren, Redaktionen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und kreative Projekte, die KI weder verstecken noch dramatisieren möchten.

Fakten zum Projekt

Human AI Transparent auf einen Blick

InitiativeHuman AI Transparent, entwickelt im NET-WEB-Projektverbund
WerkzeugHuman AI Label mit kostenlosem Generator und öffentlicher Erklärung
SprachenDeutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch und Ungarisch
Prinzipfreiwillige, nachvollziehbare Selbstauskunft statt bloßem Ja/Nein-Hinweis
Praxisursprungentstanden aus dem mehrsprachigen Veröffentlichungsprojekt ArcaNuova
Standorteuropäisches Projekt mit praktischem Ursprung in Kalabrien
Mögliche journalistische Perspektiven

Warum das Thema über ein weiteres Logo hinausgeht

  • Was bedeutet „Autorenschaft“, wenn KI formuliert, aber der Mensch denkt?
  • Reicht die gesetzliche Mindestkennzeichnung für Vertrauen?
  • Wie lässt sich menschliche Verantwortung sichtbar halten?
  • Kann eine freiwillige Selbstauskunft differenzierter sein als ein Warnhinweis?
  • Welche Rolle spielen KI-Systeme als Werkzeug, Quelle, Co-Autor oder Sekretariat?
  • Reicht „AI generated“ als Kennzeichnung, oder braucht es mehr Kontext?